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„Ich möchte ein Werk schaffen, durch das ich mich ganz zum Ausdruck bringen kann, doch …das gibt es noch nicht…“ Tomoko.

Das Werk gibt es hingegen! Ein Werk aus ihrer kontinuierlichen Forschung, ihrem Malen ohne vorher Formen, Zeiten, Sinn zu geben (meine Werke enthalten keine Botschaften, sagt sie), aus ihrer unermüdlichen Tätigkeit, bei der sie sich vollkommen entfremdet, so als würde sie in Trance versetzt werden und die Hand nicht auf die Leinwand, das Blatt fallen sehen. Ihre Arbeit ist ein „emotionaler Notfall“, der ihr die Brust zuschnürt, bis es ihr, manchmal nur sehr mühsam, gelingt, dieser zu entrinnen.

 

Kreativität bedeutet Dinge zu sehen, wo keine zu sehen sind, sie ist eine Vision. Die von Tomoko ist eine Schöpferkraft, die sich im geometrischen Sinn durch die geduldige Verbindung von Punkten auszeichnet und uns Träume erzählt. Sie offenbart eine subtile Operativität; das, was auf den ersten Blick nur eine präzise, dekorative und ansprechende Zeichnung zu sein scheint, verwandelt sich für einen geduldigen aufmerksamen Betrachter in eine komplexe Darstellung; es geschieht wie beim Beobachten von Wolken, die plötzlich Formen annehmen, die uns verzaubern.

 

Die Gefühle entstammen demnach einer raffinierten kompositorischen Eleganz, die manchmal den Weg, der zu jener formellen Lösung, dem momentanen Gleichgewicht geführt hat, der das Kunstwerk darstellt und eine ruhige Freude ausstrahlt, in den Hintergrund zu rücken droht.“

 

Ihre Mandalas scheinen denen anderer Künstler sehr zu ähneln, doch unterscheiden sie sich durch ihre eigentümliche Ausführung. Mehrere davon wurden von den Künstlern der Street Art durchgeführt, wie Beau Stanton, oder mit Lack und Schmetterlingen von Damien Hirst.

 

Dem regulären und geordneten Raster, den vielen identischen Basismodulen folgend, sind ihre Mandalas gemäß den Regeln der Translationssymmetrie in weitreichenderen Visionen eingeführt, in luftigen Kompositionen kontextualisiert.

 

Neugierig ist derjenige, der die Dinge, die vor ihm erscheinen, mit weit geöffneten Augen und besonderer Aufmerksamkeit untersucht, neugierig ist Tomoko, wenn sie in den Verwirrungen ihrer raffinierten Grafiken kleine Lebenszeichen eingibt und diese dann „entdeckt”: Insekten, mikroskopisch kleine Tiere, Vögel, in einigen Werken umherschweifende „Keimlinge”, in anderen halb verdeckte menschliche Gesichter; all dies unter der Farbschicht, die sie fast in Teppiche verwandelt, in denen gewollte Laufmaschen, Einblicke in den Himmel, die Anschauung erweitern.

 

Eine Ausstellung stellt für die Künstlerin eine Pause dar, um ihr eigenes Werk vorzustellen, ein kurz andauernder Kontakt mit dem bewegten Betrachter.

 

Yourcenar erwähnend: „Beziehungen zu anderen sind von einer bestimmten Dauer; wenn man die Zufriedenheit erreicht, die Gefälligkeit getan und das Werk vollendet ist, brechen sie ab. Das, wozu ich in der Lage war, habe ich gesagt, das, was ich lernen konnte, habe ich gelernt. Befassen wir uns nun mit anderen Werken”.

 

Gutes Schaffen Tomoko! Raffaello Paiella Kritiker und Kurator Rom, 2014.

 

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